Bumpy road ahead!

Oft werde ich gefragt: “Philipp, wie machst du das nur? Immer so fertig auszusehen auf deinen Videos?”. Ganz einfach: in den Dorms schläft man nicht viel, in den Bussen schläft man dank der wunderbaren Bumper alle vier Meter gar nicht, abends steht man bis spät an der Bar und dazwischen ist man körperlich dann doch meist bei 80% Auslastung. Achja und ich kann nicht genug erwähnen wie sehr mir die Bumper und die allgemein schwerst in Mitleidenschaft gezogenen Straßen auf den Keks gehen (nach Rücksprache mit einem 68-jährigen Rentner aus den USA, der zuletzt vor 25 Jahren in Guatemala war, kann ich aber froh sein, dass es überhaupt Straßen gibt. Ok). Stellt euch einfach vor ihr sitzt auf einem bequemen Stuhl. Und jetzt stellt euch vor dieser Stuhl wird alle vier Meter von überdimensional großen Trollen in die Luft gerissen und dann sofort vom Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs erfasst und wieder in die Tiefe gezerrt. So ungefähr. Nur 800 Mal nerviger, zumindest auf rund sieben Stunden Busfahrt verteilt. Während die Strecke zwischen Lanquin und Antigua diesbezüglich eigentlich alle Dimensionen gesprengt hat und wir aufgrund mangelnder Pferdestärke der Shuttles teilweise sogar aussteigen und die Fahrzeuge steilere Gefälle hoch schieben mussten (man ertappt sich oft beim Beten, dass der nächste Hügel bitte unter 60% Steigung bleiben möge), ging es gestern von Antigua nach San Pedro am Atitlan See etwas ruhiger zur Sache. Hier musste man dann nur etwa eine Stunde lang zerstörte Serpentinen in Kauf nehmen. Erholungsurlaub quasi.

San Pedro selbst ist offensichtlich kein Weltkulturerbe und kommt weitaus dreckiger daher als Antigua. Man ist nunmal in einem Dritte-Welt-Land und Müllhaufen enttäuschenden Ausmaßes zieren überall die Straßen und Ackerfelder. Man könnte wirklich meinen, die Menschen hier verstehen den Zusammenhang zwischen Abfall/Hygiene/Krankheiten etc. nicht. Mitten in der Natur liegen Plastikflaschen, leere Chipstüten und vieles mehr. Ich schüttle viel mit dem Kopf und denke darüber nacht, in der Heimat noch bewusster Müll zu trennen.

Die Kleinstadt selbst, so chaotisch sie auch wirkt, und so Labyrinth-artig auch die Straßen über kleine enge Gassen miteinander verzahnt sind (man traut sich erst kaum durch), so sympathisch sind mir auch die zum Wasser ausgerichteten kleinen Cafés und Bars. Die gegenüberliegenden und massiven Gebirgszüge lenken den Blick sowieso weg von der Stadt. Hier lässt es sich prima kajaken (mache ich morgen), reiten oder die inaktiven Vulkane rundherum besteigen. Außerdem ist San Pedro für seine vielen günstigen Spanischschulen bekannt. Eine davon besuche ich gleich noch heute und starte mit einem fünftägigen Crashkurs (für umgerechnet 104 US Dollar), vier Stunden am Tag. Wer sich für Kaffee interessiert findet hier sein Glück: entsprechende Plantagen lassen sich besichtigen und die Verarbeitung begutachten.

Ein kleiner praktischer Hinweis: nachdem ich von meinen katastrophalen Erfahrungen gelernt habe, und meine Fotos nie wieder in Hostels oder Internetcafés hochladen möchte, außerdem keinen Laptop dabei habe und dennoch Sicherheitskopien meiner Bilder erstellen möchte bin ich von folgendem Setup begeistert:

Die Kamera, eine Sony Cybershot RX100 II, per Wifi mit dem iPhone verbinden, die Bilder bequem per “Playmemories”-App auf das Smartphone kopieren und, optional, auf Dropbox per “Dropbox”-App schieben. Fertig. Geht superschnell und supereinfach. Manchmal muss man Technik einfach lieben!

Ich geh jetzt mal in die Schule. Hasta luego!

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