Lights, camera, action!

Ich kann kaum fassen, dass es so viele Dinge gibt, die ich bisher noch nie ausprobiert habe: Moped fahren ist so ein Beispiel, aber auch Golfen oder Tauchen hatte ich bis dato immer auf die lange Bank geschoben oder es hatte sich schlicht und ergreifend einfach nie ergeben. Hier in Thailand sind all diese Dinge zudem wesentlich leichter zu finanzieren (zumindest fuer westliche Verhaeltnisse), weswegen ich die Gunst der Stunde natuerlich ausgiebig ausnutze. Ich wollte ja Action, deswegen darf ich mich eigentlich nicht beschweren, wenn es um den wirklich moerderischen Verkehr auf den Strassen hier geht. Haelt mich natuerlich nicht davon ab, schnell zu fahren – sorry Paps/Mum: haette ich mich als Kind richtig austoben duerfen, muesste ich das jetzt nicht nachholen 😉
Die Pruefung fuer den Open Water Tauchschein hab ich natuerlich easywisi bestanden, ist ja eigentlich alles ziemlich logisch und das meiste sowieso simple Physik. Und im schlimmsten Fall haette man ja noch einen Tauchbuddy, mit dessen Hilfe die theoretische Pruefung in Partnerarbeit haette geloesst werden koennen. Das wird hier auch alles nicht so eng gesehen – ist ja nicht so, dass es beim Tauchen um Leben und Tod gehen kann.
Mein Tauchbuddy, sozusagen der Wingman unter Wasser, war Steffanie. Oder Stephanie. Naja also Steffi auf jeden Fall. Wir haben die vier Tage gemeinsam ueber und unter Wasser verbracht und man kann sagen, dass wir doch ein gut eingespieltes Team abgaben. Hatten ja dann doch die eine oder andere Notsituation unter Wasser (keine Sorge, nichts wirklich tragisches), die wir aber sehr routiniert und ruhig bewaeltigten.
Einen Steinwurf von unserem Hotel entfernt (wer es nachschlagen moechte, es ist das Rummana Resort, ein vier Sterne Hotel an der Suedspitze des Ortes Lamai) befindet sich eine Driving Range. Das habe ich natuerlich quasi als Aufforderung interpretiert und zusammen mit Basti und Andrea haben wir uns aufs kuenstliche Green begeben, um den Leuten mal zu zeigen wie man ein paar ordentliche Birdies schlaegt. Oder Boogies? Eagles? Nein? Ach scheisse, haette ich doch nur mal ein bisschen mehr Wii-Sports gespielt, dann wuesst ich jetzt sicher bescheid. Nach anfaenglichen Schwierigkeiten (wie definiert man eigentlich anfaenglich? Also kann man sagen, dass rund 200 geschlagene Baelle anfaenglich sind, oder wird das zeitlich abgerechnet?) gings bei uns allen doch eigentlich ganz gut. Also technisch waren sicher noch ein paar Defizite vorhanden (ich klammere die Freundin vom Basti vielleicht an dieser Stelle besser aus), aber wir zwei Jungs haben die Bude gerockt kann man sagen. Auch wenn dabei der ein oder andere Driver zu Bruch ging (*FingeraufBastizeig*) und die Angestellten lieber einen gehoerigen Sicherheitsabstand zu uns beibehielten. Mit dem Siebenereisen gabs sowieso kein halten mehr und die 200 Yards waren irgendwann Kindergeburtstag! Ach ja, Sport LK halt…

Kulinarisch sind wir hier wirklich besser versorgt als befuerchtet, fuer jeden Geldbeutel und jeden Geschmack ist was dabei. Apropos Geldbeutel: Dafuer, dass ich hier eigentlich nichts kaufen wollte, bin ich irgednwie urploetzlich um einige hundert Euro leichter geworden. Der Grund: unzaehlige Kunstgalerien befinden sich auf den Haupttouristenmeilen und die Bilder sind im Vergleich zu Deutschland spottbillig. Ich kann jetzt wahrscheinlich selbst schon bald eine Galerie aufmachen. Natuerlich schicke ich das Zeug nach Deutschland – mit hundert riesigen eingerollten Gemaelderollen brauch ich keine Weltreise fortsetzten… Uebrigens, in den Geschaeften hier gibt es so viele gefaelschte Markenklamotten, dass es mir fast schon peinlich ist mit echten herumzulaufen.

Vergangenen Dienstag habe ich mich auf die sagenumwobene, hochgelobte, vielverehrte und aeusserst geschaetzte Full Moon Party auf Koh Phangan begeben. Diese Insel ist mit dem Speedboat etwa in einer viertel Stunde zu erreichen. Und wenn ich Speedboat sage, dann meine ich Speedboat! Mit gefuehlten 280 Stundenkilometern und gemessenen 170 sind wir schneller als Speedy Gonzales ueber den Thailaendischen Golf geheizt, ohne Ruecksicht auf Wellengang oder seekranke Passagiere. Haette mich auch gerne ans Steuer gesetzt, aber man haette mich wohl nicht gelassen. Die Party selbst war genau wie man sie im Vorfeld beschrieben hat: voll mit betrunkenen und heiteren Gestalten aus aller Welt, extremst lauter Musik (acht von zehn Strandbars beschallten ihre Kunden mit harter Technomusik im Stil von Infectd Mushroom) sowie unzaehligen Essens- und Alkoholstaenden. Wirklich sehenswert, ich hoffe die nachfolgenden Bilder bringen das Ambiente zumindest in groben Zuegen rueber. Puh, muss echt lernen mich kuerzer zu fassen. Schliesslich kostet mich die Minute hier einen Baht!

P.s.: zum weiteren Verlauf: werde bis Sonntag auf Samui bleiben, danach gehts nach Bangkok (max. drei Tage Kultur) und Chaing Mai (Trekking Tour). Am 2. Juni wie geplant nach Perth ueber Singapur…

Rechtschreibfehler duerft ihr behalten.

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