Icecream, youscream!

In letzter Zeit stell ich mir gehaeuft eine Frage: bin ich sexy in Thailand? Werde das gefuehl nicht los, dass die Leute hier irgendwie ein anderes Schoenheitsideal haben, als in der Heimat – gut okay, das mag wohl irgendwie damit zu tun haben, dass sie alle hinter meinem Geld her sind… Aber trotzdem: ich bin hier end beliebt! Nachts in Chaweng auf der Strasse rumzuirren ist wirklich ein Erlebnis, denn man kann sagen der ganze Ort hier ist ein einziges Rotlichtviertel. Ich hatte mir ja im Vorfeld kurz ueberlegt, mir ein Tshirt drucken zu lassen auf dem dann steht: “I don’t pay for sex” – um Misverstaendnissen jeglicher Art gleich vorzubeugen. Aber jetzt stelle ich fest, dass es hier tatsaechlich noch eine Gruppe Mensch gibt, die noch nerviger sein kann, als die harmlosen Professionellen: der gemeine Verkaeufer! Obgleich die wandelnden Ramschverkaeufer am Strand schon schlimm sind und das gemuetliche Sonnenbaden rund alle zwei Minuten auf Gedeih und Verderb zu Nichte machen wollen (besonders gut gefallen mir die Eisverkaeufer mit ihrem markenten Slogan “Iscream – youscream”, die auch nicht davor zurueckschrecken mir ihre Mutter fuer eine schnelle Nummer zu empfehlen. Mit den Worten, und ich zitiere: “My Mum would be very good for you – which would be very good for me. You understand?”) – wirklich nervig sind die Schneider, die sofort auf Tuchfuehlung gehen, sobald man den Fehler macht und auch nur fuer eine hundertstel Sekunde in deren Richtung blickt. “Hello my friend” toent es schon aus der Ferne, “how are you today?”.

Ich habe langsam den Dreh raus und gebe mit einer kleinen Handbewegung und einem kurzen “Thanks” zu verstehen, dass ich nicht interessiert bin. Mein Desinteresse scheint die allerdings mal so gar nicht zu interessieren und sie setzten so lange nach, bis ich die Story vom Pferd auspacke und zu verstehen gebe, dass mein Rucksack bereits rammelvoll ist. “I send it to you..” wird nachgesetzt. Genervt gebe ich dann meistens auf und werde unfreundlich. “Does it really look like I was interested?…” Hoeflich setzte ich noch ein Alibi-“Mate” hinzu. Uebrigens: Wenn es in Dubai schon nicht leicht war, die Taxifahrer zu verstehen, dann ist das hier wirklich das reinste Raetselraten. Englisch gelernt, so richtig in der Schule etc., hat hier niemand. Von Autofahren natuerlich ganz zu Schweigen. Hab gestern erfahren, warum hier so ein Hehl um Mopedfahrer gemacht wird. Anscheinend hat die Insel hier die hoechste Unfall Schraegstrich Todesrate pro Kilometer in ganz Thailand.

Heute war ich uebrigens im Himmel. Also genauer gesagt war ich da schonmal, letzte Woche, aber um den aktuellen Bezug herzustellen sei das an dieser Stelle nochmal erwaehnt. Ich hab mir den Himmel irgendwie anders vorgestellt. Nicht so… hm sagen wir mal italienisch. Das “prego” ist ein wirklich ueberaus idyllisches italienisches Restaurant, mitten in Chaweng (ach hab ganz vergessen zu erwaehnen, dass ich das Hotel und den Ort gewechselt hab – um ein bisschen Abwechslung zu haben). Das Ambiente ist einfach phantastisch, und der Service laesst wirklich keine Wuensche offen. Ein Beispiel: ich gehe also auf die Toilette (wo es uebrigens dezent nach Zitrone duftet, grosses Kino), und lasse meine Serviette natuerlich auf der Sitzbank liegen. Als ich wieder komme liegt eben diese Serviette origamigefaltet auf dem Tisch. Wie Gott in Frankreich speisst man hier, und das fuer umgerechnet 14 Euro. Also merken, ab ins “prego”, falls ihr mal euren Hintern hier herbewegt.

Wirklich auffaellig ist, wieviele Australier sich in meinem neuen Hotel, der Ark Bar, befinden. Und die kommen wirklich ALLE aus Melbourne. Und das Beste ist, die treffen sich hier, mitten in Thailand, in der Einoede, und kennen sich zufaellig alle ueber irgendwelche Ecken. Verrueckt, viele, die zusammen im selben Unternehmen arbeiten und sich zu Hause niemals begegnet sind, lernen sich hier ploetzlich kennen. Hier kreuzen eigentlich nur Aussies oder vereinzelt mal Briten meinen Weg – praktisch, wo ich doch in Kuerze selbst down under bin. So wird schonmal vorab die Basis fuer die ein oder andere Schlafgelegenheit geschaffen. Schoen, jetzt muss ich nur noch irgendwann mal meine Faulheit ueberwinden und nach Bangkok duesen. Wird ja schliesslich eng, zeitlich gesehen. Hab mir aber gedacht, ich mach lieber ein paar Sachen ausfuehrlich, als alles so auf die Schnelle. Von daher hab ich die Trekkingtour in Chiang Mai erstmal gestrichen.

Okay, das war erstmal der letzte Stand, quasi von mir fuer euch. Stay tuned!

 

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