Find closure

Wir schrieben das Jahr 2013. Fünf Jahre sind seit meiner Reise vergangen und ich finde jetzt erst die Gelegenheit einen Schlussstrich unter meinen Blog zu ziehen. Ich frage mich oft, warum das so ist. Vielleicht hatte ich unterbewusst die Hoffnung, dass die Reise nie zu Ende geht und ich kein Fazit brauche. Und tatsächlich hat mich mein Erlebnis, das mich einmal um die Welt gebracht hat, noch Monate nach Ankunft im kalten Deutschland in eine solche Euphorie versetzt, dass der Fall zurück in die Wirklichkeit umso härter erschien. Man ist wieder da, fällt in sein gewohntes Schema. Die Erinnerung wird vom harten Alltag in den Hintergrund gerückt.

Ich bin inzwischen mit meinem alten Blog umgezogen und habe ihn “repeatedlyreminded” genannt. Um mich immer wieder daran zu erinnern, was ich erlebt habe, warum ich es erlebt habe, wie ich es erlebt habe – und ultimativ: um mich daran zu erinnern, dass ich es wieder erleben möchte. Es ist nämlich auf keinen Fall so, dass man sagen kann “Hey, ich hab eine Weltreise gemacht, jetzt passt alles und der Rest meines schnöden Lebens kann endlich beginnen!”. Die Lust wurde gerade erst geweckt und es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Die Furcht ist genommen und es gibt noch so viele Mutproben mehr zu bestehen. Das nächste Abenteuer wartet schon auf mich. Dreihundertsechzig Grad, sind einmal um die Welt. Siebenhundertzwanzig Grad das nächste Ziel.

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